Inhalt (8 Abschnitte)
- IG Metall und private Krankenversicherung: Es zählt das Jahresarbeitsentgelt
- So setzt sich das Jahresentgelt nach ERA-Tarif zusammen
- Welche ERA-Entgeltgruppen 2027 über der Grenze liegen
- Drei Hebel über die Grenze: Leistungszulage, Wochenstunden, Stufe
- T-ZUG, freie Tage und T-Geld: Was zählt für die Grenze?
- Tarifrunde 2026: Was ein Abschluss für Ihren Wechseltermin bedeutet
- Über der Grenze: Ihr Weg in die PKV als Metallerin oder Metaller
- Knapp darunter oder schon AT? So geht es weiter
- Für den Weg in die private Krankenversicherung zählt bei Metallern allein das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt: 2026 muss es über 77.400 € liegen, 2027 über 84.150 € (Kabinettsbeschluss vom 07.10.2026, Bundesrat ausstehend).
- Mit Urlaubsgeld, Sonderzahlung, T-ZUG A und T-Geld kommt die ERA-Tabelle auf rund 13,7 Monatsentgelte im Jahr, dazu in NRW und Baden-Württemberg der feste T-ZUG B (2026: 846,94 € bzw. 952 €).
- NRW: EG 13 in der Endstufe ohne Leistungszulage 82.473 € – knapp darunter; mit 10 % Leistungszulage 90.635 €, EG 14 ab dem 13. Monat 84.601 €.
- Baden-Württemberg: EG 13 mit 15 % Leistungsentgelt 87.007 €; Bayern: EG 10 Stufe B mit 14 % Leistungszulage 86.330 €; Niedersachsen: EG 12 Stufe B mit 10 % 86.149 €.
- Leistungszulage, ein 40-Stunden-Vertrag und der nächste Tarifabschluss sind die drei Hebel – Ihr Arbeitgeber zahlt in der PKV die Hälfte des Beitrags, 2026 bis 613,22 € im Monat.
Ob Beschäftigte mit IG-Metall-Tarif in die private Krankenversicherung wechseln können, hängt allein vom regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt ab: 2027 muss es über 84.150 € liegen (Entwurf, Bundesrat ausstehend). Mit Urlaubsgeld, Sonderzahlung, T-ZUG und T-Geld erreichen in NRW die EG 14 ab dem 13. Monat und die EG 13 in der Endstufe mit 10 % Leistungszulage die Grenze, in Baden-Württemberg die EG 13 mit 15 % Leistungsentgelt (Stand 18.10.2026).
IG Metall und private Krankenversicherung: Es zählt das Jahresarbeitsentgelt
Viele Metallerinnen und Metaller fragen sich, ob ein Tarifvertrag der IG Metall den Weg in die PKV verbaut. Die gute Nachricht: Das tut er nicht. Ob Sie gesetzlich versicherungspflichtig sind, regelt allein das Sozialgesetzbuch. Angestellte sind versicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft spielt dafür keine Rolle.
Die Grenze liegt 2026 bei 77.400 €. Für 2027 hat das Bundeskabinett am 07.10.2026 84.150 € beschlossen; der Bundesrat muss noch zustimmen. Wer am 31.12.2026 bereits versicherungsfrei und privat versichert ist, muss 2027 nur die Bestandsgrenze von 80.550 € überschreiten (§ 6 Abs. 8 SGB V n. F.). Wichtig für den Wechseltermin: Wer die Grenze im laufenden Job überschreitet, wird erst mit Ablauf des Kalenderjahres versicherungsfrei – und nur, wenn das Entgelt auch die Grenze des Folgejahres übersteigt (§ 6 Abs. 4 SGB V).
Gerechnet wird vorausschauend: aktuelles Monatsentgelt mal zwölf plus alle Zahlungen, die mit hinreichender Sicherheit jedes Jahr kommen (GKV-Spitzenverband, Grundsätzliche Hinweise vom 20.03.2019, Nr. 2.2). Gerade in der Metall- und Elektroindustrie ist das ein großer Posten. JAEG-Check.de ist ein Informationsportal und kein Angebot der IG Metall, der Arbeitgeberverbände oder Ihres Arbeitgebers.
So setzt sich das Jahresentgelt nach ERA-Tarif zusammen
Zum monatlichen Grundentgelt aus der ERA-Tabelle (Entgelt-Rahmenabkommen) kommen fünf tarifliche Jahreszahlungen. Sie folgen in allen großen Tarifgebieten demselben Muster, unterscheiden sich aber im Detail:
| Zahlung | Höhe | Fällig | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Zusätzliches Urlaubsgeld | NRW 2,4 % einer Monatsvergütung je Urlaubstag (bei 30 Tagen 72 %); Baden-Württemberg 50 % je Urlaubstag (laut Südwestmetall 69 %) | NRW mit dem Urlaub, BW meist Mai/Juni | Bayern/Niedersachsen: 50 % je Urlaubstag, wir rechnen wie in BW mit 69 % |
| Tarifliche Sonderzahlung | 25 / 35 / 45 / 55 % nach 6 / 12 / 24 / 36 Monaten Betriebszugehörigkeit | NRW 1. Dezember, BW November | betriebliche Weihnachtsgelder sind anrechenbar |
| T-ZUG A | 27,5 % eines Monatsentgelts | Juli | wahlweise 8 freie Tage (Eltern, Pflegende, Schichtarbeit) |
| T-ZUG B | 26,5 % des Grundentgelts der Eck-Entgeltgruppe: NRW 846,94 €, BW 952,00 € (2026) | Februar | für Bayern/Niedersachsen nicht primär belegt – nicht eingerechnet |
| T-Geld (Transformationsgeld) | 18,4 % eines Monatsentgelts | Juli | 2025/2026 Verschiebung oder Entfall bei Nettoumsatzrendite unter 2,3 % möglich |
Zusammen sind das in NRW rund 1,73 Monatsentgelte zusätzlich, also rund 13,7 Monatsentgelte im Jahr plus T-ZUG B. Für das Jahresarbeitsentgelt zählen außerdem eine laufende Leistungszulage und feste Zulagen. Einzeln bezahlte Überstunden und Familienzuschläge bleiben außen vor. Eine Übersicht aller Bestandteile finden Sie unter Jahressonderzahlung und Jahresarbeitsentgeltgrenze.
Welche ERA-Entgeltgruppen 2027 über der Grenze liegen
Die folgende Übersicht zeigt je Tarifgebiet die erste Entgeltgruppe, die 2027 über 84.150 € liegt – einmal ohne und einmal mit der tariftypischen Leistungszulage. Gerechnet ist mit 35 Wochenstunden, Sonderzahlung 55 %, T-ZUG A als Geld und gezahltem T-Geld. Weil die Tabelle ab 01.04.2026 bis zu einem neuen Abschluss weitergilt, sind die Werte für 2026 und 2027 gleich.
| Tarifgebiet | Ohne Leistungszulage | Mit tariftypischer Leistungszulage | Details |
|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | EG 14 nach 12 Monaten: 84.601 € | 10 %: EG 13 nach 36 Monaten: 90.635 € | Tabelle NRW |
| Baden-Württemberg | EG 15: 84.913 € | 15 %: EG 13: 87.007 € | Tabelle BW |
| Bayern (ohne T-ZUG B) | EG 12 Stufe A: 87.372 € | 14 %: EG 10 Stufe B: 86.330 € | Tabelle Bayern |
| Niedersachsen (ohne T-ZUG B) | EG 13 Stufe A: 84.879 € | 10 %: EG 12 Stufe B: 86.149 € | Tabelle Niedersachsen |
Für bereits Privatversicherte mit Bestandsgrenze liegt die Schwelle tiefer: In NRW reicht dann schon die EG 13 in der Endstufe ohne Leistungszulage (82.473 € über 80.550 €). Ihr genaues Ergebnis mit Gruppe, Stufe, Stunden und Leistungszulage zeigt die Tarif-JAEG-Tabelle.
Tarifgehälter 2027 im Vergleich zur Grenze von 84.150 €
Jahresentgelt in Euro mit tariflichen Sonderzahlungen, Vollzeit, ohne übertarifliche Zahlungen (Tarifstand Oktober 2026)
Eigene Berechnung aus Tabellen der Tarifparteien: METALL NRW (ab 01.04.2026, 35 Std., Sonderzahlung 55 %, T-ZUG, T-Geld), Tarifregister NRW (Chemie ab 01.01.2027), dbb (TVöD ab 05/2026, TV-L 2027 vorausschauend), AGV Versicherungen (ab 09/2026), DBV (Banken ab 07/2026). Grün = über 84.150 € (Grenze 2027 laut Kabinettsbeschluss, Bundesrat ausstehend).
Drei Hebel über die Grenze: Leistungszulage, Wochenstunden, Stufe
Liegen Sie knapp unter der Grenze, entscheiden oft Details. Diese drei Stellschrauben bewegen das Jahresarbeitsentgelt in der Metallindustrie am stärksten:
Leistungszulage
Jeder Prozentpunkt Leistungszulage erhöht auch Urlaubsgeld, Sonderzahlung, T-ZUG A und T-Geld. In NRW macht der Schritt von 0 auf 10 % bei der EG 13 in der Endstufe rund 8.160 € im Jahr aus.
Wochenstunden
Ein 40-Stunden-Vertrag erhöht das Entgelt um ein Siebtel. Aus 82.473 € werden in NRW rund 94.134 €. Mehr dazu: 40-Stunden-Vertrag in der Metallindustrie.
Stufe und Gruppe
In NRW steigt die EG 13 nach 36 Monaten um rund 11 %, die EG 14 nach 12, 24 und 36 Monaten. Der Aufstieg zählt ab dem Monat, in dem er erreicht ist.
Umgekehrt kann das Jahresarbeitsentgelt auch sinken: wenn Sie statt des T-ZUG A freie Tage wählen (in NRW bei der EG 13 in der Endstufe rund 1.635 € weniger), wenn Ihr Betrieb das T-Geld streicht oder wenn Sie Stunden reduzieren. Liegen Sie dadurch unter der Grenze, endet die Versicherungsfreiheit sofort und nicht erst zum Jahresende – mehr dazu: was gilt, wenn das Gehalt unter die Grenze sinkt.
T-ZUG, freie Tage und T-Geld: Was zählt für die Grenze?
Die tariflichen Zusatzzahlungen sind für Metaller ein Vorteil – auch bei der Versicherungspflichtgrenze. Sie werden jedes Jahr gezahlt und zählen deshalb als regelmäßige Einmalzahlungen mit. Drei Besonderheiten sollten Sie kennen:
- Freie Tage statt T-ZUG A: Eltern von Kindern unter 12 Jahren, Pflegende und Schichtbeschäftigte können statt des Geldes acht freie Tage wählen. Wer das tut, verzichtet im Voraus auf 27,5 % eines Monatsentgelts – dieser Betrag zählt dann nicht.
- T-Geld 2025/2026: Für diese beiden Jahre darf der Arbeitgeber die Zahlung um bis zu neun Monate verschieben und bei einer Nettoumsatzrendite unter 2,3 % ganz entfallen lassen. Ob das T-Geld dann noch als regelmäßig gilt, bewertet Ihr Arbeitgeber; im Rechner können Sie es abwählen.
- T-ZUG B in Bayern und Niedersachsen: Der Betrag ist dort nicht in einer Primärquelle veröffentlicht, die wir prüfen konnten. Unsere Werte für Bayern und Niedersachsen liegen deshalb vorsichtig um diesen Betrag zu niedrig.
Die rechtliche Einordnung dieser Zahlungen ist eine Frage für die Lohnabrechnung. Unsere Rechnungen sind eine voraussichtliche Einordnung nach den Grundsätzlichen Hinweisen des GKV-Spitzenverbands; verbindlich entscheiden Ihr Arbeitgeber und Ihre Krankenkasse.
Tarifrunde 2026: Was ein Abschluss für Ihren Wechseltermin bedeutet
Der Abschluss vom November 2024 brachte +2,0 % ab 01.04.2025 und +3,1 % ab 01.04.2026; seine Laufzeit endet am 31.10.2026. Danach gilt die Tabelle weiter, bis ein neuer Vertrag steht. Für die Tarifrunde 2026 fordert die IG Metall 5 % bei zwölf Monaten Laufzeit; nach der ersten Runde im Oktober lag kein Angebot der Arbeitgeber vor, die Friedenspflicht endet am 31.10.2026.
Für Ihre Krankenversicherung gilt: Eine Tariferhöhung zählt ab dem Monat, ab dem Sie Anspruch darauf haben. Rückwirkende Erhöhungen werden dem Kalenderjahr zugerechnet, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 6 Abs. 4 Satz 3 SGB V). Steht eine Erhöhung vor dem Jahreswechsel fest, fließt sie schon in die Prognose für das Folgejahr ein. Ein Rechenbeispiel als Szenario: Steigt die NRW-Tabelle um rund 2,1 %, läge die EG 13 in der Endstufe auch ohne Leistungszulage knapp über 84.150 €. Gleichzeitig steigt aber die Grenze – für 2028 erwarten wir rund 87.750 € (Prognose). Wie beides zusammenspielt, zeigt der Gehaltserhöhungs-Simulator; alle Abschlüsse mit Datum stehen unter Tarifrunden 2026/2027.
Über der Grenze: Ihr Weg in die PKV als Metallerin oder Metaller
Liegen Sie 2026 über 77.400 € und 2027 voraussichtlich über 84.150 €, endet Ihre Versicherungspflicht mit Ablauf des Jahres 2026. Ihre Krankenkasse führt Sie dann zunächst als freiwilliges Mitglied weiter. Für den Wechsel in die PKV erklären Sie innerhalb von zwei Wochen nach dem Hinweis der Kasse Ihren Austritt und weisen die neue Absicherung nach (§ 188 Abs. 4 SGB V). Den Ablauf Schritt für Schritt finden Sie unter PKV-Wechseltermin für Angestellte.
Was die PKV Ihnen als gut verdienende Fachkraft bietet:
- Beitrag unabhängig vom Gehalt: Tariferhöhung, Leistungszulage oder ein 40-Stunden-Vertrag erhöhen Ihren PKV-Beitrag nicht. In der GKV zahlen Sie mit einem Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze 2027 voraussichtlich 672,56 € bis 729,94 € Arbeitnehmeranteil im Monat (eigene Berechnung, Zusatzbeitrag 2,9 %).
- Arbeitgeberzuschuss: Ihr Arbeitgeber zahlt die Hälfte Ihres Beitrags, 2026 bis 613,22 € im Monat (§ 257 SGB V, § 61 SGB XI).
- Leistungen vertraglich zugesichert: Der Versicherer kann die Vollversicherung nicht ordentlich kündigen (§ 206 Abs. 1 VVG); Chefarzt, Einbettzimmer oder hochwertiger Zahnersatz sind je nach Tarif wählbar.
- Schneller zum Facharzt: 60 % der Privatversicherten bekommen einen Facharzttermin in weniger als vier Wochen, gesetzlich Versicherte zu 35 % (Versichertenbefragung der Patientenvertretung im G-BA, 2025).
Die Gesundheitsprüfung klären Sie am besten vorab: Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt, zu welchen Bedingungen Versicherer Sie annehmen – bevor Sie irgendetwas kündigen. Ihren persönlichen Termin mit allen Gehaltsbestandteilen zeigt der kostenlose Übergrenzer-Check.
Knapp darunter oder schon AT? So geht es weiter
Liegen Sie mit Ihrer ERA-Gruppe noch unter der Grenze, lohnt ein genauer Blick auf feste Zulagen, die Leistungszulage und Ihren nächsten Stufenaufstieg. Oft fehlen nur wenige Hundert Euro. Bis dahin gibt es Privatpatienten-Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer auch als Zusatzversicherung. Sind Sie bereits außertariflich angestellt, liegt Ihr Gehalt definitionsgemäß über dem Tarif – was das in der Metallindustrie bedeutet, steht unter AT-Gehalt in der Metall- und Elektroindustrie.
Häufige Fragen
Können IG-Metall-Mitglieder in die private Krankenversicherung wechseln?
Ja. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft spielt für die Krankenversicherung keine Rolle. Entscheidend ist, ob Ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze übersteigt – 2026 77.400 €, 2027 voraussichtlich 84.150 € (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Dann sind Sie versicherungsfrei und können in die PKV wechseln; Ihr Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags dazu.
Ab welcher Entgeltgruppe liegen Metaller über der Versicherungspflichtgrenze?
Das hängt vom Tarifgebiet und der Leistungszulage ab. Für 2027 (84.150 €, Entwurf) gilt bei 35 Stunden: NRW ohne Leistungszulage ab EG 14 nach dem 12. Monat, mit 10 % schon EG 13 in der Endstufe; Baden-Württemberg ohne Leistungsentgelt ab EG 15, mit 15 % ab EG 13; Bayern mit 14 % ab EG 10 Stufe B; Niedersachsen mit 10 % ab EG 12 Stufe B (eigene Berechnung, Stand 18.10.2026).
Zählen T-ZUG und T-Geld zur Jahresarbeitsentgeltgrenze?
Tarifliche Zahlungen, die jedes Jahr mit hinreichender Sicherheit kommen, gehören zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt (GKV-Spitzenverband, Grundsätzliche Hinweise Nr. 2.2). Dazu zählen nach unserer Einordnung Urlaubsgeld, Sonderzahlung, T-ZUG A, T-ZUG B und T-Geld. Wer statt des T-ZUG A freie Tage wählt, verzichtet im Voraus auf diesen Betrag; das T-Geld kann ein Betrieb 2025/2026 bei schwacher Rendite verschieben oder streichen. Die genaue Bewertung nimmt Ihr Arbeitgeber vor.
Zählt die Leistungszulage zum Jahresarbeitsentgelt?
Ja, eine laufend gezahlte Leistungszulage ist regelmäßiges Arbeitsentgelt. In NRW liegt sie individuell zwischen 0 und 20 % bei einem Betriebsdurchschnitt von 9 bis 11 %, in Baden-Württemberg im Schnitt bei 15 %, in Bayern beim Zielwert von 14 %. Sie entscheidet oft, ob die EG 13 über der Grenze liegt.
Was bedeutet die Tarifrunde 2026 für meinen Wechsel in die PKV?
Bis zu einem neuen Abschluss gilt die ERA-Tabelle ab 01.04.2026 weiter. Eine Erhöhung zählt ab dem Monat, ab dem Sie Anspruch darauf haben; fest vereinbarte Stufen fließen schon in die Prognose zum Jahreswechsel ein. Die IG Metall fordert 5 %, die Friedenspflicht endet am 31.10.2026. Rechnerisch reicht in NRW eine Tabellenerhöhung von rund 2,1 %, damit die EG 13 in der Endstufe auch ohne Leistungszulage über 84.150 € liegt.
Bekomme ich als Metaller einen Arbeitgeberzuschuss zur PKV?
Ja, wie alle versicherungsfreien Angestellten: Ihr Arbeitgeber zahlt die Hälfte Ihres PKV-Beitrags, 2026 höchstens 613,22 € im Monat für Kranken- und Pflegeversicherung (§ 257 SGB V, § 61 SGB XI). 2027 steigt der Höchstbetrag auf rund 667 bis 673 €.
Quellen
- IG Metall: ERA-Monatsentgelte gültig ab 01.04.2026 (alle Tarifgebiete) – Stand 31.03.2026
- METALL NRW: Tarifkarte 2024–2026 (Urlaubsvergütung, Sonderzahlung, T-ZUG, T-Geld, Leistungszulage, Arbeitszeit) – abgerufen 18.10.2026
- Südwestmetall: Tarifkarte Entgelte Beschäftigte April 2026 – 04/2026
- IG Metall: Broschüre „DFI 2026“ (T-ZUG, Sonderzahlungen, Leistungsentgelte je Tarifgebiet) – 20.04.2026
- IG Metall: Forderungspaket Tarifrunde 2026 – 23.09.2026
- § 6 SGB V – Versicherungsfreiheit – Neufassung ab 01.01.2027: BGBl. 2026 I Nr. 228
- GKV-Spitzenverband: Grundsätzliche Hinweise zur Versicherungsfreiheit bei Überschreiten der JAEG (TK-Kopie) – Fassung vom 20.03.2019
- § 257 SGB V – Beitragszuschüsse für Beschäftigte – abgerufen 18.10.2026
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Versicherungspflichtgrenze und der privaten Krankenversicherung für Angestellte (Stand: 18. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – keine Krankenkasse und kein Angebot von Arbeitgebern oder Gewerkschaften; über die Versicherungspflicht entscheiden Arbeitgeber und Krankenkasse. Herausgeber: JAEG-Check.de. JAEG-Check.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.